Krebs
La Luna hat das Wesen des Krebses fest im Griff. Von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt reicht sein Gefühlsspektrum und macht ihn sensibel und verletzbar. Schuld daran ist das weibliche Wesen des Mondes, er macht den Krebs launenhaft und süchtig nach Harmonie.
Der Krebs ist wie eine Vogelmutter zu ihrem Nachwuchs. Die Eier werden gehegt und gepflegt und kämpferisch vor allem Gefahren der Umwelt beschützt. So verhält sich der sorgsame Krebs auch im eigenen Heim. Die Familie und Freundschaften werden beschützt und liebevoll umsorgt, was bei den Beteiligten schon manchmal für irritiertes Kopfschütteln sorgen kann. Manch einer mag sich vielleicht fast überrollt fühlen vor soviel Hingabe und Fürsorge. Da muss der bemutternde Krebs gut aufpassen, dass seine harmonische Welt keine Risse bekommt. Doch mit diesen Eigenschaften ist er der perfekte Angestellte. Hat er sich erst einmal eingelebt, dann bleibt er wo er ist. Selbst bessere Verdienstaussichten oder spannendere Stellenangebote können einen Krebs schwerlich dazu verlassen, dass gewohnte Territorium zu verlassen, denn er hasst Veränderungen. Darüber wird sich jeder Chef freuen. Hauptsache alles bleibt bei Alten, denn das bietet dem Sensibelchen Schutz und schafft bei ihm Vertrauen. All dieses Vertrauen und Umsorgen kann sich allerdings schnell ins Gegenteil umkehren, denn nicht jeder weiß diese liebe Art eines Krebses zu würdigen. Beginnt seine Welt zu bröckeln, kann ihn das in tiefe persönliche Krisen stürzen, bis hin zur Depression. Dabei wird kein Seitenhieb nie vergessen, kein böses Wort je vergeben. Der nachtragende Krebs neigt nicht zum Verzeihen.